„Wo fange ich an?“ Diese Frage höre ich am häufigsten. Und ich wünschte, ich könnte dir eine feste Reihenfolge geben: erst die Küche, dann das Bad, dann der Kleiderschrank.
Die gibt es aber nicht. Welcher Bereich der richtige ist, hängt von dir, deinem Alltag und deinem Zuhause ab. Selbst Menschen im selben Haushalt geben darauf oft unterschiedliche Antworten.
Was es gibt: ein paar Fragen, die dir die Wahl erleichtern, und einen Ablauf, den du in jedem Bereich nutzen kannst. Und am Ende einen Wegweiser durch alle Artikel hier im Blog.
Die naheliegende Frage ist: Was stört dich am meisten? Nur: Meistens stören dich sehr viele Dinge. Und nicht alle davon sind am Anfang wichtig.
Besser ist die Frage: Wo verlierst du jeden Tag Zeit und Nerven?
Zwei Beispiele:
Dann fang bei der Arbeitsfläche an. Dort merkst du den Unterschied jeden Tag.
Und jetzt kommt das Aber. Wenn der Bereich, der dich am meisten stresst, groß ist oder viele Menschen ihn nutzen, wie die Küche, dann ist er für den Anfang oft eine Nummer zu groß.
Das hat einen Grund: Solange du an so einem Bereich arbeitest, wird es drumherum erst einmal unordentlicher. Was an einem Platz falsch war, landet vorübergehend an einem anderen, der noch nicht sortiert ist. Das geht so lange, bis du fertig bist. In der Küche, wo ohnehin schon viel los ist, kann sich das über Wochen ziehen.
Mit etwas Übung werden aus diesen Wochen Tage. Deshalb würde ich dir empfehlen, zuerst an einem Bereich zu üben, in dem nur deine Sachen sind:
Dort bist du von niemandem abhängig. Und du lernst, worauf du selbst achtest, wenn du entscheidest, was bleibt:
Wenn du das einmal an deinen eigenen Sachen herausgefunden hast, gehst du an die großen Bereiche ganz anders heran. Du weißt dann, wie klein du die Schritte machen musst, damit du nicht mittendrin hängen bleibst.
Willst du einen Bereich angehen, den auch andere nutzen, dann sprich vorher mit ihnen. Zum Beispiel so: „Ich würde gern die Küche angehen. Ist es für euch in Ordnung, wenn ich den ersten Schritt allein mache? Wenn ich auf etwas von euch stoße, frage ich euch.“
Wenn alle zustimmen, kannst du loslegen.
Schwieriger wird es, wenn die Hälfte der Sachen gar nicht dir gehört. Wenn zum Beispiel vieles in der Küche vor allem von deinem Partner, deiner Partnerin oder deinem Teenie genutzt wird und es heißt: „Ich komme mit meinen Sachen gut klar, lass das bitte.“ Dann lohnt sich die ehrliche Frage, ob du dir genau diesen Bereich als Einstieg vornehmen willst. Oder ob du lieber mit deinen eigenen Sachen anfängst und die Küche später gemeinsam angeht.
Wie ihr Zuständigkeiten im Haushalt klären könnt, findest du im Artikel Mental Load bei ADHS: Warum Haushalt mehr ist als Putzen und Aufräumen.
Egal ob Küchenschublade oder Sortierbox: Dieser Ablauf bleibt gleich.
Und dann bist du fertig mit diesem Schritt. Fang jetzt nicht an, die ganze Schublade umzuorganisieren. Du hast erst einen Teil davon angeschaut, für den Rest fehlt dir noch der Überblick.
Das klingt nach wenig. Aber wenn du jeden Schritt so angehst, bist du viel schneller am Ziel, als wenn du dich jedes Mal übernimmst, danach drei Monate Pause machst und schon beim Gedanken an das Projekt keine Lust mehr hast. Mach es dir so leicht wie möglich, dann bleibst du dran.
🚪Du willst anfangen, kommst aber nicht rein
Für den ersten Schritt und alles, was dich unterwegs ausbremst.
🧠Ordnung hält bei dir nicht lange
Für Alltag, Haushalt und alles, was du im Kopf behältst.
👧Du hast Kinder
Ordnung mit Kindern, die (auch) ADHS haben.
📦Boxen, Organizer und Etiketten
Bevor du etwas kaufst und wenn alle wiederfinden sollen, was wohin gehört.
🎁Feste, Besuch und Geschenke
Für Weihnachten, Geburtstage und alle Anlässe, zu denen es voller wird.
💻Dein Chaos ist digital
Für Handy, Postfach und Laptop.
📸Du hast tausende Fotos
Vom ersten Aussortieren bis zur Struktur, die bleibt.
Du weißt, wie Ordnung geht. Allein dranbleiben ist der schwierige Teil.
Im Cheerleading begleite ich dich über Monate bei deinem Ordnungsprojekt. Keine neuen Boxen und kein „erst mal alles ausräumen“, sondern machbare Schritte, die zu deinem Alltag passen, und jemand, der nachfragt.
80 € im Monat
Mindestlaufzeit 3 Monate,
danach monatlich kündbar
Ob wir zusammenpassen, klären wir vorher im kostenlosen Erstgespräch. Danach entscheidest du.
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